Häufige Fragen zur Scheidung

Die Kanzlei Kentenich in Köln ist im Rahmen des Familienrechts auch auf den Schwerpunkt Scheidung spezialisiert. Auch hier kümmert sich Alexandra Kentenich, Fachanwältin für Familienrecht, persönlich um Ihre Angelegenheiten. Nachfolgend wollen wir an dieser Stelle häufige Fragen zum Thema Scheidung für Sie erläutern.

Ist eine Scheidung auch ohne Rechtsanwalt möglich?

Der Scheidungsantrag muss durch einen Rechtsanwalt beim Familiengericht eingereicht werden. Der Ehegatte muss jedoch nicht zwingend einen eigenen Anwalt beauftragen, es besteht jeoch für das eigentliche Scheidungsverfahren ein so genannter Anwaltszwang.

Entspricht Ihr Service für Scheidung Online den gesetzlichen Voraussetzungen?

Wie Vieles in der heutigen Zeit, kann auch die Scheidung entsprechend Online vorbereitet werden. Als Scheidungsanwalt in Köln bieten wir ebenfalls einen Online Service an, welcher alle notwendigen Voraussetzungen für eine rechtswirksame Scheidung erfüllt. In der Regel sind die betroffenen Paare an den zu erwartenden Kosten für eine Scheidung interessiert, diese Kosten können Sie mit unserem Scheidungsrechner errechnen. Füllen Sie einfach das Scheidungsformular online aus und senden Sie es ab. Wir melden uns dann umgehend bei Ihnen, um gemeinsam die weiteren Schritte zu besprechen.

Wie lange dauert eigentlich so eine Scheidung?

Das Scheidungsverfahren an sich kann zwischen 4 bis 6 Monate dauern. Wir bemühen uns jedoch stets, hier das bestmögliche Ergebnis für Sie zu erzielen. Ein schneller Einstieg in das Verfahren bietet Ihnen unser bereits erwähnter Service Scheidung Online.

Zu welchem Zeitpunkt kann die Scheidung beantragt werden?

Hier spielt das so genannte Trennungsjahr eine große Rolle. Damit der Scheidungsantrag beim Familiengericht eingereicht werden kann, müssen die Ehegatten zunächst ein Jahr getrennt voneinander leben. Gemessen wird dies in der Praxis durch den Auszug eines Ehepartners aus der gemeinsamen Wohnung oder dem gemeinsamen Haus. Wir können somit erst kurz vor Ablauf der Trennungszeit für Sie einen Scheidungsantrag beim Familiengericht einreichen.

Für das Absolvieren des Trennungsjahres muss ein Ehepartner nicht zwangsläufig aus der gemeinsamen Wohnung oder dem gemeinsamen Haus ausziehen. Es geht darum, ein Jahr getrennt von Tisch und Bett zu leben, d.h. das getrennte Leben kann durchaus auch innerhalb einer Wohnung oder einem Haus stattfinden. Dies sollte aber eim Einzelfall eruiert werden.

Was passiert mit dem Zugewinn, dem Sorgerecht und dem Kindesunterhalt?

Innerhalb des Scheidungsverfahrens muss sich natürlich auch mit dem Zugewinnausgleich beschäftigt werden. Hier geht es meist um das gemeinsam erwirtschaftete Vermögen seit Eheschließung. Ebenfalls gilt es, dass Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder zu klären. In der heutigen Zeit verbleibt das Sorgerecht fast immer bei beiden Elternteilen. Für die Bestimmung des Kindesunterhaltes wird für den Raum Köln oder Düsseldorf die Düsseldorfer Tabelle zu Grunde gelegt. Hier empfiehlt es sich wirklich einen Fachmann mit einzubeziehen und den Unterhalt anhand der Tabelle nicht selbst auszurechnen, da es zu Differenzen in den Beträgen auch zu Ihren Ungunsten kommen kann.

Wir haben für Sie zu diesen Themen eine Informationsseite zum Thema Familienrecht erstellt (Regelung Zugewinnausgleich, Sorge- und Umgangsrecht sowie Unterhaltsregelungen).

Warum muss das Gericht mein Nettoeinkommen erfahren?

Dies ist wichtig um den Verfahrenswert zu errechnen. Dieser wird anhand des durchschnittlichen Nettoeinkommens errechnet, welches Sie und Ihr Ehepartner monatlich verdienen. Das Kindergeld findet in dieser Berechnung keine Berücksichtigung, jedoch Arbeitslosengeld oder Sozialleistungen. Auf dieser Grundlage werden vom Gerich die Scheidungskosten berechnet.

Der Verfahrenswert ist im Übrigen nicht der Betrag, den Sie zahlen müssen. Nach diesem Wert werden die Gerichts- und Anwaltskosten berechnet, welche gegenüber dem Verfahrenswert immer deutlich niedriger anzusiedeln sind.

Wie hoch ist der Unterhalt für die Ehepartner?

Der Unterhalt bestimmt sich grundsätzlich nach den Lebensverhältnissen. Man unterscheidet hier zwischen dem Unterhalt nach der Trennung (Trennungsunterhalt) und dem Unterhalt nach der Ehe (nachehelicher Unterhalt). Es ist wirklich sehr zu empfehlen, sich den Unterhalt fachlich korrekt errechnen zu lassen. Wir raten davon ab, dies selbst zu tun. Man spricht in der Praxis von ca. 3/7 der Differenz zwischen den Nettoeinkünften der Eheleute, als Anhaltspunkt.

Versorgungsausgleich, was ist das überhaupt?

Der Versorgungsausgleich betrifft die Rentenanwartschaften und zwar die, die Sie ab dem Monat der Heirat bis zum Monat vor Zustellung des Scheidungsantrages angesammelt haben. Bei einer Ehezeit unter 3 Jahren findet ein Versorgungsausgleich nur auf Antrag eines Ehegatten statt. Bei über 3 Jahren Ehezeit wird der Ausgleich erst einmal vom Amt geprüft.

Was geschieht eigentlich mit dem Hausrat?

In der Auf- oder Verteilung des Hausrats sind die Eheleute grundsätzlich frei in Ihrer Entscheidung.Hier ist es zu empfehlen eine schriftliche Vereinbarung darüber zu treffen. Das Gericht kann im Falle von Streitigkeiten bzw. für den Fall, dass man sich nicht einig wird, eine Hausratsverteilung durchführen lassen.